Bobtail Mini  

lesen Sie ihre leider nur kurze Happy End Geschichte
 Mini in Spanien
 
Mini war Liebe auf den ersten Blick. Nach fast dreißigjährigem Zusammenleben mit diesen wundervollen Hunden, wollten wir unbedingt wieder einen Bobtail. Und haben uns nach den positiven Erfahrungen mit unserem kleinen spanischen Chihuahua-Mix bewusst für einen Hund aus „zweiter Hand“ entschieden.
Minis lick  Am 01.02.09 war es dann endlich soweit, und wir durften unser neues Familienmitglied Mini, an ihrem 2.Geburtstag, auf einer Raststätte in der Nähe von Heidelberg in die Arme schließen. Wir waren so glücklich, sie nach mehr als 2.000 Kilometern Fahrt aus Spanien endlich bei uns zu haben.
Doch gleichzeitig waren wir auch total geschockt, so einen fürchterlich dürren, dehydrierten und anämischen Hund hatten wir noch nie zu Gesicht bekommen. Das einzige was Mini noch zu Kontur verhalf, war die Filzdecke mit der das arme Tier bis dicht auf die Haut bedeckt war. Das Fell zwischen den Ballen war steinhart verfilzt und teilweise mit stacheligem Zeugs durchsetzt. Darüber hinaus war Mini komplett taub. Wie mag es ihr wohl ergangen sein, in der Vergangenheit? Nichts hören und zudem auch nichts sehen können, durch all das dichte Fell über den Augen.
 
Nach weiteren 600 Kilometern Autofahrt endlich Zuhause angekommen, der zweite Schock, blutiger Durchfall. Am folgenden Tag der nächste, denn die von unserer Tierärztin schnell eingeleitete Blutuntersuchung bescheinigte eine schwere Anämie und zeigte darüber hinaus auch noch sehr schlechte Nierenwerte auf. Das dieses arme Wesen in seinem Zustand all die Strapazen der langen Reise überhaupt überstehen konnte, grenzte für uns an ein Wunder, aber Mini wollte leben!
 
Es folgten viele Hausbesuche unserer Tierärztin, diverse Untersuchungen, stundenlange Infusionen. Bange Tage und durchwachte Nächte. Wir kämpften mit und für Mini, wollten ihr die Chance auf ein lebenswertes Leben, die Geborgenheit einer Familie geben, auch wenn wir dabei manchmal an die Grenze unserer physischen und psychischen Belastbarkeit gegangen sind. Nach zwei Wochen voller Tiefen und kurzer Lichtblicke ging es dann endlich aufwärts.
 
Mini kam langsam zu Kräften und entwickelte eine unglaubliche Lebensfreude. Sie war so fröhlich und voller Energie, hatte angefangen zu spielen und jede Menge Schabernack im Kopf. Sie ist in langen Galoppsprüngen über die Wiese gelaufen, hat vor lauter Lebensfreude Luftsprünge gemacht, und in der Luft nach hinten ausgeschlagen. Sie war so ein Sonnenschein und wir hatten noch so viel vor. Mini sollte in der Hundeschule mit großen Hunden spielen, an der Elbe toben…
 
 Doch es kam leider anders, ganz unerwartet. Seit der Nacht vom 03.03.09 ist der Himmel um einen kleinen Engel reicher... unsere liebe Mini hat es leider nicht geschafft, sie war einfach schon zu krank und wir haben sie erlösen müssen, um ihr schlimmere Qualen zu ersparen.
Unsere Mini hatte Gott sei Dank einen schnellen und sanften Tod… schon an der Pforte zur Regenbogenbrücke stehend, erhob sie noch einmal ihren Kopf, blickte nach oben, stellte die Ohren auf, als könne sie plötzlich hören, und bellte ein letztes Mal hier unten auf der Erde einen freundlichen  Begrüßungsbeller.
Ich bin mir ganz sicher, sie hat ihren Schutzengel begrüßt, der sie über die Regenbogenbrücke in ein glückliches Dasein begleitet hat. Uns waren leider nur vier gemeinsame Wochen vergönnt, aber dieser Hundeengel wird für immer ihren Platz in unseren Herzen haben.
 
Mini war ein ganz besonderes Wesen, sie hat jeden berührt der mit ihr in Kontakt kam. Sie war freundlich und lieb zu allen und allem. Und sie hat so sehr gekämpft, für sich und für uns alle. Hat uns stets Mut gemacht, wenn wir diesen zu verlieren drohten. "Bob der Baumeister" haben wir sie genannt, der sagt ja stets "wir schaffen das". 
 
Warum nur, musste sie so früh gehen?
Doch wenn eines sicher ist im Leben, dann die Tatsache, dass man auf die Frage nach dem warum keine Antwort erhält, und dann versuche ich mich mit dem Gedanken zu trösten, dass Mini diese vier Wochen als "Verlängerung" vom lieben Gott bekommen hat... das ihrem kleinen geschundenen Lebenslicht, einer Sternschnuppe gleich, noch dieses letzte Aufleuchten hier unten geschenkt wurde...  ihre Kraft "aufgebraucht", ihre Zeit einfach abgelaufen war… doch die Trauer bleibt, wird noch lange bleiben!
Aber langsam kommen auch all die schönen und fröhlichen Bilder von Mini wieder ins Bewusstsein... und ich sehe Mini, wie sie mit Donna, Tootsie, Tsu-Tsu und all den anderen wunderbaren Bobtails eine herrlich tobende Meute bildet... wunderbare zauberhafte Wollknäuel, von denen ab und zu eines einem Popcorn gleich fröhlich in die Luft springt...
 
Lebe wohl kleine Mini…
 
Unser herzlichstes Dankschön gilt all den lieben Menschen die für Mini und uns da waren. Ohne euch, die lieben Mitarbeiter der Bobtail-Nothilfe im Besonderen Anita und Rosi, den großherzigen Spendern und unserer lieben Tierärztin, wäre es nicht möglich gewesen, Mini diese letzten schönen Tage zu ermöglichen.
 
DANKE, alles Liebe
Eure
Janine Lubbe und Familie mit Mini im Herzen
  
 

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